Nice Guy: Ich bin zu nett und es nervt mich!

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Nice Guy! Ich bin zu nett und es nervt mich! Der innere Bad Boy

Peter: Hi, mein Name ist Peter Frahm und hier ist eine neue Frage von einem meiner Zuschauer.

Frage: Guten Tag Herr Frahm. Ich habe vor etwa einer Woche durch Zufall Ihre Videos zum Thema Nice Guy und Bad Boy geschaut und dabei mit Erschrecken festgestellt, dass ich doch sehr extrem in Richtung Nice Guy tendiere.

Peter: Ja da sind Sie nicht alleine. Das geht super vielen so. Ich kriege super viele Mails dazu.

Frage: Ich war im ersten Moment etwas vor den Kopf gestoßen und seitdem lässt mich dieses Thema irgendwie nicht mehr los. Zwischenzeitlich werde ich sogar richtig sauer über diese Erkenntnis. Ist das normal, dass man sich darüber so aufregt? Im Grunde genommen ist es doch einfach nur flirten und es gibt doch wichtigere Dinge im Leben.

Peter: Ja Mail geht noch weiter, aber ich harke hier mal ein. Natürlich ist das normal darüber sauer zu sein. Denn Sie schreiben hier, dass ist ja nur flirten. Aber das ist nicht nur flirten, denn Nice Guy, Bad Boy, Männlichkeit, Unmännlichkeit, wer sind Sie als Mann? Das ist nicht nur flirten, sondern da geht es um die eigene Identität. Wer bin ich als Mann? Wer bin ich als Mensch? Wo will ich hin? Wenn ich mit 90 auf dem Sterbebett liege, was soll übrig geblieben sein? Wie soll es denn gewesen sein? Auf was will ich denn zurückblicken können? Da geht es um Ihre eigene Identität, um Ihre Lebensvision, um den Sinn des Lebens sozusagen. Ist halt bei mir jetzt in dem Fall nur auf das Thema flirten bezogen, aber das können Sie auf alles andere natürlich genauso beziehen. Wir gehen, indem wir in die Tiefe gehen, auf die Identitätsebene, gehen wir natürlich weit über diesen Frauenaspekt, oder diesen Flirtaspekt hinaus. Und natürlich werden Sie da stinkig, wenn Sie dann. Ich weiß nicht wie alt Sie sind. Ob Sie jetzt 30, 40, 50 sind. Keine Ahnung. Aber natürlich wird man dann stinkig, wenn man merkt auf einmal: oh scheiße, ich habe die letzten 30 Jahre nicht dazu genutzt, dass zu werden was ich immer sein wollte. Ja ich bin nicht, dass was ich sein wollte. Natürlich ist das frustrierend. Natürlich ist das ätzend, das ist unangenehmen. Das ist eine bittere Erkenntnis teilweise. Aber das Gute am schlechten ist, dass man jetzt sagen kann: okay, dann starte ich jetzt ein neues Leben. Heute ist der erste Tag vom Rest meines neuen Lebens. Und jetzt wird es, genieße ich die Reise. Jetzt gucke ich mal wo ich mein Leben noch hinbugzieren kann sozusagen. So weiter geht’s.

Frage: Mir war das bisher nicht so richtig bewusst, dass ich so bin, aber jetzt im Moment glaube ich, dass daran vielleicht sogar meine Ehe gescheitert ist.

Peter: Mag sein. Da gehören zwar immer zwei dazu, aber natürlich spielt das auch eine Rolle wie man als Mann drauf ist. Ja, denn immer nur lieb und nett und zu viel in Richtung Nice Guy gehen, ja das macht die Frauen irgendwann auf Dauer wahnsinnig natürlich und sich selbst natürlich auch.

Frage: Seitdem bin ich mehr oder weniger erfolglos auf der Suche nach einer neuen Partnerin. Auch da kommt mir anscheinend mein Nice Guy Verhalten in die Quere. Ich lande ständig in der von Ihnen beschriebenen Freundschaftszone.

Peter: Ja, das ist sozusagen die Strafe für zu viel Nice Guy Verhalten. Für ja, übertriebenes Nice Guy Verhalten, dass man dann bei den Frauen in der Freundschaftszone landet. Einerseits bitter, anderseits ist es auch gut, dass Sie eine schnelle Rückmeldung haben. Ja, jedes Mal, wenn eine Frau nicht interessiert ist und sagt ja, ich finde dich aber so süß und nett und bei dir kann ich immer meine Probleme abladen, dann wissen Sie genau: okay, anscheinend war ich irgendwie wieder zu viel Nice Guy gewesen, habe die Nice Guy Anteile zu viel bedient und habe mich ein bisschen versteckt, wie ich das bisher auch so gemacht habe. Ja also haben Sie eine recht schnelle Rückmeldung und ja, wenn Sie wollen können Sie das nutzen um das beim nächsten Mal anders zu machen.

Frage: Mein Problem ist, dass ich aber einfach so bin. Ich bin einfach zurückhaltend und ich war auch schon immer so.

Peter: Das sind alles Glaubenssätze. Ja ich bin schüchtern, ich bin selbstbewusst, ich bin hässlich, ich sehe gut aus. Das sind alles Glaubenssätze, ja? Sie haben als Kind vielleicht Erfahrungen gemacht mit anderen Kindern, mit Ihren Eltern, vielleicht war eines Ihrer Elternteile schüchtern und dann haben Sie diese Schüchternheit da übernommen. Ja erwähne ich auch in dem Video Schüchternheit überwinden, wie das zustande kommt, dass man den Glaubenssatz entwickelt schüchtern zu sein. Ja ich war schon immer so, ich bin einfach zurückhaltend, das sind Glaubenssätze. Wenn Sie die weiter verfolgen, wenn Sie das weiter aufrecht erhalten und Sie sich immer wieder sagen: ich bin halt schüchtern, dann bleiben Sie es auch. Ja, alles was wir uns oft genug sagen, geht irgendwann vom Verstand, vom Kopf runter ins Unterbewusstsein.

this video uploaded by: Peter Frahm Coaching

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